Gemeine Stadt.

Kollektive

Eine Tanzwirtschaft mit linksradikalem Selbstverständnis

://about blank

Der kollektiv betriebene Technoclub ://about blank existiert nun schon mehr als zwölf Jahre. Für einen temporären Ort, einst gestartet als klassische Zwischennutzung, ist das eine lange Zeit. Das ://about blank war von Anfang an eine Gratwanderung zwischen ausgelassenem Feiern und politischer Ausrichtung. Dieses clubkulturelle Experiment einer Tanzwirtschaft mit linksradikalem Selbstverständnis ist bis heute nicht gescheitert, sondern hat es sich auf der zukünftigen Trasse der geplanten Verlängerung der Stadtautobahn A100 behaglich gemacht. Wie dieser Ort entstanden ist, welche Zutaten und welche Spielregeln hier zusammenkommen, davon handelt diese kleine Erkundung.

How to Autonomendisko: Wie eine Leerstelle entstand

Die Geschichte des ://about blank-Kollektivs reicht bis ins Jahr 2006 zurück. Ein leerstehender S-Bahnbogen inspirierte zu der Idee, dort einen selbstorganisierten Veranstaltungsort zu schaffen. Nach ein paar offenen Treffen hatte sich eine Gruppe herauskristallisiert, die einen professionellen Club- und Kulturbetrieb mit Fokus auf elektronische Musik machen wollte – zumindest mit der Aussicht, irgendwann davon leben zu können. Annähernd alle kamen aus der linken, (post)autonomen Szene, hatten in Hausprojekten gelebt, kollektive Cafés oder Kneipen betrieben, Antifa-Demos, queere Paraden oder Solipartys organisiert und verfügten über jahrelange Selbstausbeutungserfahrungen. Starker Antrieb war es deshalb, einen unabhängigen, selbstverwalteten Ort zu schaffen, der kollektiv-solidarisch wirtschaftet, aber auf möglichst geringer Selbstausbeutung beruht.

Aus dem S-Bahnbogen wurde nichts, doch die Idee blieb. Im Winter 2008/2009 wurde schließlich das brachliegende, verwunschene Gelände am Markgrafendamm im Stadtteil Friedrichshain entdeckt und nach einigen bangen Verhandlungswochen klargemacht.

Es folgte ein aufregendes Jahr des kollektiven Bauens und Gärtnerns, der Planungen und Vorbereitungen, in dem sich Programmatik, Strukturen und Selbstverständnisse herausschälten, die für den Club prägend werden sollten.

2010 öffnete das ://about blank offiziell die Türen und bekam, obschon für viele quasi aus dem Nichts entstanden und daher noch ein unbeschriebenes Blatt, sehr schnell den Spitznamen “Autonomendisko” verpasst.

Seit seinen Anfängen wird das ://about blank von einem geschäftsführenden Kollektiv betrieben, das gemeinsam die Verantwortung für den Laden trägt und wichtige Entscheidungen im pragmatischen Konsens trifft. Die Zusammensetzung des Kollektivs hat sich über die Jahre verändert, einige sind seit Anfang an dabei, andere sind erst später dazu gekommen. Diese fortlaufende Transformation als Gruppe bis heute hinbekommen zu haben, ist sicherlich eine strukturelle Stärke des Projekts.

Die Crew des Ladens besteht aktuell aus über hundert Leuten; hinzu kommen die zahlreichen Veranstaltungscrews. Der alltägliche Betrieb des ://about blank wird in verschiedenen Bereichen organisiert, in denen Kollektivistas und Leute aus der Crew zusammenarbeiten. 2013 hat sich zudem ein Clubrat gegründet, der die Anliegen der Mitarbeiter*innen vertritt. Zwar gab es natürlich auch schon zuvor die Möglichkeit zu direktem Austausch mit dem Kollektiv, aber der Clubrat ist eine wichtige Institution in der Struktur des ://about blank geworden, um Kritik, Feedback und Unzufriedenheit anonym und/oder mit Unterstützung der Clubrät*innen an das Kollektiv heranzutragen. Zweimal im Jahr diskutieren Kollektiv, Clubrat und Crew gemeinsam wichtige Fragen und Themen auf der Vollversammlung.

Raven an der Schnittstelle: Zwischen linker Politik und Abfahrt

Die sub- und clubkulturellen Wurzeln des ://about blank reichen tatsächlich nicht bis in die klassische Technoszene des Berlins der 1990er-Jahre zurück. Erst Ende der 1990er-, Anfang der 2000er-Jahre schwappte die elektronische Musik in die musikalisch teilweise eher konservative linke Szene über. Es gab damals in Berlin keinen dezidiert linken Technoclub, dafür aber eine sehr aktionistische illegale Open-Air-Szene. Das exzessive, überschreitende und hedonistische Moment, das bei wilden Raves spürbar war, hatte eine besondere Faszination, genau wie auch die vielen temporären Orte des halblegalen Feierns, die Leute immer wieder in selbstbestimmter Aneignung öffentlicher Räume und mit krasser Energie geschaffen haben.

Ein zentrales Motiv für die Gründung des ://about blank war es, die linke und die elektronische Szene zusammenzubringen, also einen Ort zu schaffen, der sich zwar eindeutig als politischer Ort versteht, dieses aber nicht in erster Linie durch Proklamation, sondern vor allem durch die kollektive Selbstorganisierung ausdrückt, und der sich musikalisch schwerpunktmäßig in der Technoszene verortet. Zum Konzept gehörten allerdings von Anfang an auch andere kulturelle Veranstaltungen: Konzerte, politische Diskussionen, Film & Theater. So einen Ort, eine Schnittstelle zwischen Techno-Subkultur und den linken/linksradikalen Zusammenhängen dieser Stadt, haben wir selber vermisst.

Die Technoszene jener Zeit haben wir lange als relativ unpolitisch und vor allem als männlich dominiert wahrgenommen – dem sollte mit dem ://about blank etwas entgegengesetzt werden. Die feministische Perspektive war von Anfang an zentral – das Empowerment von Frauen* in allen Bereichen, also sowohl als Künstler*innen wie auch als Veranstaltende, Techniker*innen, Türsteher*innen, Booker*innen, Runner*innen usw. hat immer eine große Rolle gespielt. Daher war das ://about blank-Kollektiv immer ein zahlenmäßig von Frauen* dominiertes Kollektiv, und auch eine aware, möglichst wenig diskriminierende feministische Türpolitik war von Beginn an ein wesentlicher Bestandteil der Vorstellung, wie der Laden betrieben werden sollte.

Grundsätzlich ist das Veranstaltungsbusiness bis heute in vielen Bereichen männlich dominiert. Daran ändert sich wirklich nur sehr langsam etwas. Und auch im ://about blank muss immer sehr genau und explizit darauf geachtet werden, Frauen* in den verschiedenen Bereichen aufzubauen und zu fördern, sonst droht das Verhältnis sehr schnell wieder in die herrschende Norm zurückzukippen. Bei den Party-Reihen wird auf einen hohen Anteil nicht-männlicher Artists Wert gelegt, wie auch bei Neueinstellungen mindestens eine 50/50 Quote gilt.

Foto: Yamur Can

Feministisch-hedonistische Spielregeln gegen Normativität und Normalität

Mit dem ://about blank soll ein Raum geschaffen werden, in dem ein größtmögliches Maß an Hedonismus, Selbstentfaltung und Fallenlassen für jede*n Einzelne*n möglich ist und gleichzeitig durch den Hedonismus der Einen nicht die Grenzen der Anderen verletzt werden.

Was das konkret und im Einzelfall für die Gäste bedeutet, kann natürlich sehr unterschiedlich sein. Das kann zum Beispiel heißen, als Frau* endlich mal entspannt oben ohne tanzen zu können, ohne Angst haben zu müssen, die ganze Zeit angestarrt oder gar gegen den eigenen Willen angefasst zu werden. Es kann heißen, queere sexuelle Bedürfnisse ausleben zu können, ohne dafür missachtende Blicke oder gar Anfeindungen oder körperliche Angriffe zu erleben. Oder auch einfach nur ganz alleine tanzen zu gehen und Teil der Party zu sein, für sich sein zu können und trotzdem in der Menge, ohne aber zwingend mit anderen in Interaktion zu treten. Vielleicht gerade noch schön mit Unbekannten eng umschlungen zu tanzen, kurz darauf lieber mit Freund*innen oder alleine weiterzufeiern und sich dafür nicht rechtfertigen zu müssen.

So groß die Spannbreite ist, so einfach ist es eigentlich unterm Strich: Das wichtigste Accessoire beim Feiern ist der Respekt gegenüber den anderen. Wer dieses Accessoire zu Hause vergessen hat, bekommt eine Ansage oder muss gehen.

Im Zweifelsfall können die individuellen hedonistischen Bedürfnisse in manchen Situationen aber auch im Widerspruch zueinander stehen und selbstverständlich stehen auch Clubs oder Partys nicht außerhalb von gesellschaftlichen Machtverhältnissen.

Deshalb kann es immer wieder zu Situationen kommen, in denen Grenzen nicht respektiert werden oder in denen zwischen verschiedenen Bedürfnissen vermittelt werden muss. Hierfür ist es wichtig, eine erfahrene und gut ausgebildete Türcrew zu haben, die für Gäste ansprechbar ist, wenn sich jemand unwohl mit einer Situation fühlt und Unterstützung braucht. Aber auch die Gäste selbst spielen hier eine wichtige Rolle, sie bilden den wesentlichen Teil der Party und tragen im besten Fall mit dazu bei, dass solche Situationen möglichst wenig passieren bzw. wenn sie passieren, gut aufgefangen werden können.

Das ausschweifende Ausleben von Freiheit und Kontrollverlust kann nicht bedeuten, einfach nur die eigenen Bedürfnisse auszuleben. Es kann aber auch nicht darum gehen, eine permanente Überwachungssituation zu schaffen, in der alle Gäste einer kritischen Betrachtung unterzogen sind. Wünschenswert ist daher, dass ein hedonistisch-konsensualer Spagat gelingt: dass die „Spielregeln“ in den Köpfen der Gäste präsent sind, aber auch niemand schon beim Betreten des Ladens mit einem Katalog aus Ge- und Verboten konfrontiert wird. Wenn es richtig gut läuft, vermittelt ein Club seinen Anspruch über die Atmosphäre, über die Stimmung auf der Party, über den Umgang der Gäste miteinander und über eine hilfsbereite Crew – also implizit und dezent. Manchmal bleibt es aber notwendig, deutlicher zu werden und aktiv zu intervenieren.

In diesem Verständnis sind „Spielregeln“ nicht nur Einschränkungen eines Raves, sondern auch etwas, das ihn und alle Beteiligten weiterbringt. Und eine dieser Regeln ist: Alle passen aufeinander auf, damit alle eine schöne Zeit haben.

Scheitern, stolpern, weitermachen: Wirtschaften, Arbeiten und Feiern in Widersprüchen

Dass das ://about blank sich so ausdauernd und ausufernd entwickelt, war vollkommen unvorhergesehen. Das ist einfach mit den Jahren und der Praxis Stück für Stück passiert. Das Projekt war immer nur auf ein paar Jahre Zwischennutzung angelegt, nur scheibchenweise wurde der Mietvertrag immer wieder verlängert. Mit dem Wissen, diesen Ort für länger als zehn Jahre bespielen zu können, wäre sicherlich vieles anders gemacht worden. So wurde vieles doppelt und dreifach gebaut, weil lange Zeit nur in Provisorien gedacht und immer nur das Geld, was gerade reinkam, verbaut werden konnte. Andererseits ging es so schön langsam Schritt für Schritt, es gab nie einen länger anhaltenden Moment des Übermuts oder des Größenwahns, das Projekt ist behutsam gewachsen.

Vieles von der Vision der Anfangszeit konnte eingelöst werden, aber auch das ://about blank scheitert natürlich beständig an den Widersprüchen, die die kapitalistische Verfasstheit dieser Gesellschaft allen aufzwingt. Vor allem die immer stärkere Marktförmigkeit und Eventisierung der Technokultur mit all ihren kommerziellen Logiken wie dem dominierenden Einfluss von Agenturen, der Explosion der DJ-Gagen, immer mehr Sperrklauseln und der Marktbeherrschung durch wenige Player, dem Trend zur Festivalisierung, usw. führt die eigentlich kapitalismuskritische Agenda des ://about blank gelegentlich ad absurdum. Ähnlich widersprüchlich wird es, wenn die Preise für Getränke oder den Eintritt neu verhandelt werden müssen: Hier steht der Wunsch, möglichst erschwinglich zu bleiben, im Konflikt mit dem Anspruch, okaye Löhne und gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Es gehört wahrscheinlich schon einiges an Realitätsverweigerung dazu, mitten im Kapitalismus ein Projekt zu betreiben, das sich dem Ideal einer solidarischen Ökonomie verpflichtet hat. Es ist und bleibt aber der realistische Versuch des Unmöglichen: Die Utopie, der wir nachjagen, wird in der Gegenwart, in der wir leben und arbeiten, schlichtweg nie ganz zu realisieren sein. Doch gerade deswegen wollen wir es weiterhin versuchen, auch wenn uns bewusst ist, dass wir unterwegs immer wieder scheitern und stolpern werden. Genau dieses Scheitern und Stolpern begegnet uns nicht nur auf der strukturellen, sondern auch auf der persönlichen Ebene. Es ist eine bewusste Entscheidung, in einem Projekt zu arbeiten, das alternative Arbeitsweisen statt der Erwirtschaftung von möglichst viel Gewinn priorisiert.

Der Einheitslohn im ://about blank ist eine zentrale Säule der solidarischen Ökonomie: Egal in welchem Arbeitsbereich und welcher Position die Leute arbeiten – ob als Türsteher*in, Booker*in, Putz-, Garderoben- und Tresenkraft oder eben als Kollektivista – alle bekommen pro Stunde den selben Brutto-Lohn. Das ist in den meisten anderen Clubs kaum denkbar, weil es ein Stück weit der Marktwertlogik entgegenläuft, nach der bestimmte Aufgaben schlechter bezahlt werden können als andere. Der Einheitslohnist daher auch ein wichtiges Mittel, um der Hierarchisierung verschiedener Tätigkeiten entgegenzutreten.

Zweiter zentraler Aspekt: Es gibt niemanden, der Profit abschöpft – alles was der Laden erwirtschaftet, wird als Lohn ausgeschüttet oder wieder in den Laden investiert. Auf Sponsoring und Firmeneventscheiß wird komplett verzichtet. Über die monatlichen Solipartys und Spendenaktionen konnten bisher sehr viele politische Gruppen unterstützt werden.

Was die vielleicht wichtigste Erfahrung ist: dass so viele verschiedene Leute und Crews sich in all den Jahren auf den Ort und die hier entworfene Struktur eingelassen haben und das ://about blank immer weitergetrieben, entwickelt, neu entdeckt und entfesselt haben.

Das gilt natürlich vor allem für die, die tagtäglich im Laden arbeiten, sich mit ihrer ganzen Energie einbringen und Verantwortung für die Entwicklung übernehmen. Die vielen leidenschaftlichen und verrückten Veranstaltungscrews haben im Wechselspiel mit der „postautonomen Kollektivbürokratie“ einen Ort geschaffen, an dem sich die unterschiedlichsten Identitäten entfalten können und der für viele zumindest temporär eine große Freiheitserfahrung ermöglicht.

Es ist nicht einfach, bei so einem großen Kosmos wirklich jede einzelne Position zu sehen und einzubeziehen, weshalb Anspruch und Wirklichkeit immer wieder auseinanderklaffen. Zwar sollen die aktuellen Strukturen möglichst viel Transparenz und Mitsprache der Crew ermöglichen, aber natürlich hält das Kollektiv letztlich die Zügel in der Hand. In der Reflektion dieser Machtkonzentration und dem Beibehalten des experimentellen Charakters und der Prozesshaftigkeit liegt noch viel utopisches Potenzial.

No future, no past? The future is unwritten

Die Covid19-Pandemie ist sicherlich die größte Herausforderung, mit der kollektive Projekte des zwanglosen Zusammenkommens bisher konfrontiert worden sind: Lange war vollkommen unklar, wie die über weite Strecken unabsehbar lange Schließungszeit finanziell durchzustehen ist – und das, obwohl das ://about blank eine überwältigende Solidarität und Unterstützung erfahren hat, die den Gedanken ans Aufgeben kategorisch untersagt hat.

Das, was wir tun, ist ohnehin permanent fragil. Durch die Allgegenwart kapitalistischer und administrativer Zumutungen droht Läden wie dem ://about blank auch ohne Pandemie immer das Aus – das Thema Clubsterben, aber auch Gentrifizierung im Allgemeinen war ja schon vor Corona aktuell und ist es bis heute.

Doch die Clubs sind nicht die ersten Opfer dieser Entwicklung und sie werden auch nicht die letzten sein: Wagenburgen und Jugendschiffe, besetzte oder kollektiv bewohnte Häuser wie die Friedel, die Rigaer, die Liebig, nichtkommerzielle und autonome Projekte wie Drugstore, Potse und Syndikat – der Verwertungsdruck, der auf der Stadt lastet, setzt überall das Recht auf Eigentum und Inwertsetzung durch. Ganze Kieze erleben seit den nuller Jahren einen nahezu kompletten Austausch ihrer Bewohner*innen, der in der ersten Welle befruchtend für das Nachtleben sein mag, für viele Menschen aber den Verlust ihrer Wohnung bedeutet.

Definitiv spielen die Clubs eine zwiespältige Rolle in diesem Prozess. Vor diesem Hintergrund ist die Inszenierung von Berlin als „Stadt der Freiheit“ kritisch zu reflektieren, weil es sich hierbei letztlich um eine neoliberale Vision von „Freiheit“ handelt, die vor allem eine Eventisierung des öffentlichen Raums und eine Explosion der Miet- und Lebenshaltungskosten bedeutet. Die Clubs spielen als Attraktionsfaktoren für die Aufwertung des Standorts Berlin eine wichtige Rolle und haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen, dass Berlin eine immense Anziehungskraft entwickelt hat.

Vor diesem Hintergrund ist es uns wichtig, uns nicht allein auf die Rettung von Clubs zu beschränken — mindestens ebenso wichtig ist uns die Vernetzung mit politischen Initiativen wie zum Beispiel dem Bündnis gegen den Weiterbau der A100, in dem vor allem auch Mieter*innen organisiert sind, die vom Autobahnbau bedroht sind; oder z.B. auch der Laskerkiez-Initiative, die sich gegen den Bebauungsplan am Ostkreuz und die Luxus-Bürobauten von Pandion, Trockland & Co. einsetzt, die in unmittelbarer Nachbarschaft des ://about blank hochgezogen werden.

Aber wenn wir so richtig träumen dürfen, dann bringen wir natürlich in den nächsten zehn Jahren nicht nur den Ausverkauf der Stadt und die geplante Stadtautobahn A100 zu einem vorzeitigen Ende, sondern auch den kapitalistischen Normalzustand – oder spielen zumindest den richtigen Soundtrack dazu. Denn nur so lässt sich die bereits in vollem Gange befindliche Klimakatastrophe noch abwenden oder zumindest abmildern. Ein Zwischenziel auf dem Weg in die befreite Gesellschaft könnte die Vollkollektivierung oder Vergesellschaftung des Ladens sein, so dass er allen gehört. Recht sicher dürfte hingegen sein, dass auch in zehn Jahren der Bruchbudencharakter nicht wegsaniert sein wird, dazu wird einfach nie genug Geld da sein. Auf dem Dach wird eine Antifa-Fahne wehen. Und es wird Techno laufen.